Analysen und Planungen werden im betrieblichen Alltag mit Zahlen und in Werten aufbereitet. So werden Flächen in m², Investitionen in Euro und Cent, Auslastung in Prozenten bezogen auf die Betriebszeit, Termine in Kalenderwochen, Wirtschaftlichkeit in Amortisationszeiträumen und der Personalbedarf in Anzahl Mitarbeiter (brutto/netto) quantifiziert. Dagegen sind wir von einer Quantifizierung der Aussage, dass das Wissen der Mitarbeiter unser wichtigstes Kapital ist, noch weit entfernt.
Indem hier vorgestellten Ansatz wird die Lernzeit als ein personenneutrales Maß definiert, mit deren Hilfe arbeitsplatzbezogenes Wissen bzw. Anforderungen in Zahlenwerten dargestellt werden können. Darauf aufbauend kann mit der Methode "WissensBilanz” das im Unternehmen vorhandene Wissen bewirtschaftet werden. Hierzu wurde ein auch für größere Anwendungen taugliches Datenbankprogramm entwickelt und im praktischen Einsatz getestet.
Unter Wissensbilanzierung wird eine Methode verstanden, mit der zunächst das von den Arbeitssystemen abgeforderte Wissen inhaltlich beschrieben und dann mit Hilfe der Messgröße „Lernzeit“ quantifiziert wird.
In einem weiteren Schritt erfolgt die Zuordnung des so ermittelten Wissens zu Mitarbeitern, wobei nur solches Wissen berücksichtigt wird, was vom Arbeitssystem gefordert wird und was der einzelne Mitarbeiter auch anwendet.
Schließlich werden diese Wissensdaten in einer "Bilanz" verarbeitet, die eine Gegenüberstellung des von den Arbeitssystemen geforderten Wissens und dem von den Mitarbeitern erbrachten Wissens darstellt.
IFAS unterstützt Sie bei folgenden Aufgabenstellungen im Zusammenhang mit der Wissensbilanz:
- Definition aller im Unternehmen erforderlichen Qualifikationen,
- Beschreibung der erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten je Qualifikation,
- Lernzeiten je Qualifikation ermitteln und dokumentieren,
- Zuordnung von Qualifikationen zu Mitarbeitern,
- Datenverwaltung und –auswertung mit Hilfe der Wissensbilanz-Datenbank.
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